Astrophysiker auf der Suche nach der zweiten Erde


Rund tausend Exoplaneten sind heute in der näheren Umgebung unserer Milchstraße bekannt. Sie zeigen eine unerwartete Vielfalt. Allerdings fehlen gerade bei den kleinen Gesteinsplaneten wichtige Daten. Meist sind von ihnen nur Radius und Umlaufbahn bekannt, für ihr Aussehen sind aber auch Masse und Dichte wichtige Kenngrößen. Deshalb sind derzeit viele Annahmen über ihr genaues Aussehen noch spekulativ, wie die Astrophysikerin Prof. Dr. Heike Rauer in einem Gespräch mit HYPERRAUM.TV bekennt.

Link-Empfehlungen der Redaktion zu weiterführenden Informationen:

- Mehr Infos zum erdähnlichen Planeten CoRoT 7b – hier
- Webseite des Projektes Plato der ESA – hier
- mehr zum Transiting Exoplanet Survey Satellite der NASA – hier
- Webseite des ESA-Projektes CHaracterizing ExOPlanet Satellite CHEOPS – hier

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Mehr zum Inhalt des Videos:

Waren es bisher vor allem große Gasplaneten, die man aufspüren konnte, so wurde 2009 mit der europäischen Mission CoRoT erstmals ein erdähnlicher Gesteinsplanet gefunden. Die im gleichen Jahr gestartete Mission Kepler der NASA, die gerade im Mai 2013 ihren Dienst beendete, brachte danach einen Boom von neuen Funden solch kleiner Exoplaneten. Obwohl die Zahl der nachgewiesenen Exoplaneten in den letzten Jahren vor allem dank Kepler dramatisch gestiegen ist, fehlt es vielfach noch an den erforderlichen Kenngrößen, um sie genau zu typisieren. Konzentrierte sich die Suche kleiner Exoplaneten bisher vor allem auf die Größe und den Radius, treten nun Masse und mittlere Dichte der fremden Himmelskörper ins Zentrum der wissenschaftlichen Analysen. Erst mit diesen Daten lässt sich eine präzise Vorstellung darüber entwickeln, wie die Planeten tatsächlich gestaltet sind.

Die Beobachtung von Exoplaneten ist auch deshalb komplex, weil für genaue Aussagen über diese Kleinobjekte Weltraumbeobachtungen mit terrestrischen Beobachtungen korreliert werden müssen und für die Beobachtbarkeit im Erdorbit beziehungsweise von der Erde aus unterschiedliche Voraussetzungen bestehen. Masse und Dichte können nur von der Erde aus mit Teleskopen ermittelt werden. Gerade die von Kepler gefundenen Exoplaneten lassen sich aber terrestrisch nur sehr schwierig untersuchen, weil die Sterne dafür meistens zu leuchtschwach sind.

Astrophysiker planen jetzt Weltraum-Missionen, darunter die europäische Mission Cheops, mit der vor allem Masse und Dichte bereits bekannter Planeten bestimmt werden soll. Weiter ist die amerikanische Mission des Transiting Exoplanet Survey Satellite TESS für die Suche neuer Exoplaneten geplant. Sie soll Exoplaneten aufspüren, die sehr helle Sterne in geringer Entfernung umkreisen. Und für die Zeit nach 2020 wird derzeit die Mission Plato der Europäischen Weltraumbehörde ESA konzipiert. Sie soll dann neben Masse und Dichte auch Aufschluss über das Alter von Exoplaneten geben. Der Start ist für 2022 bis 2024 anvisiert. Parallel zu diesen Weltraummissionen werden in der nächsten Dekade auch irdische Superteleskope für die Jagd nach präziseren Daten hochgerüstet oder neu aufgebaut.

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