Gewähltes Tag Teilchenbeschleuniger

CERN – Elementarteilchen auf Kollisionskurs


Alice-Detektor im LHC untersucht das Quark-Gluonen-Plasma

Wie ist das Universum entstanden? Woher kommt das Leben? Kosmologie wie Evolution – beide haben Ihre Ursache in der Physik der kleinsten Bausteine. Nur wer versteht, was die Welt im Innersten zusammenhält, kann sich der Entschlüsselung der großen Rätsel im Kosmos nähern.

Im europäischen Labor für Teilchenphysik CERN spürt man diesen kleinsten bekannten Bausteinen der Materie nach. Um die atomaren Bausteine der Welt zu analysieren, schießen Wissenschaftler Materie-Teilchen mit ungeheurer Kraft aufeinander und zerbrechen sie dadurch in noch kleinere Einzelteile. Dafür ist Technologie der außergewöhnlichen Art erforderlich.

Der neueste Beschleuniger-Typ im CERN, seit 2000 in Betrieb, ist der LHC-Tunnel. LHC steht für Large Hadron Collider. Als „Hadronen“ bezeichnet man bestimmte Arten von Elementarteilchen wie das Proton, den Kern des Wasserstoff-Atoms. Der LHC besteht aus zwei ringförmigen Vakuum-Strahlröhren mit einer Länge von 27 Kilometern. Hier werden Teilchen innerhalb von 20 Minuten auf 99,99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zum Zusammenstoß gebracht.  

Diese Kollisionen ereignen sich in einem der vier Hauptdetektoren, die für unterschiedliche Forschungen ausgelegt sind. Der Detektor Alice mit einem Gewicht von 10.000 Tonnen untersucht speziell die Kollision von Blei-Ionen. Damit erhoffen sich Forscher Aufschluss über die Entstehung des Universums, den Big Bang. In den ersten Sekunden danach bestand das Universum aus einem extrem heißen Plasma von Gluonen und Quarks, aus denen sich dann die Atome bildeten. Dieses zu simulieren und damit Erkenntnisse über den Anfang des Universums zu finden, ist eine der Aufgaben der Teilchenphysiker am CERN.

Siehe auch unseren einführenden Beitrag „CERN in drei Minuten“. Zu dieser Kurz-Reportage geht es hier.


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Projekt Atlas startet

Dem Rätsel des Higgs-Partikels auf der Spur


In der Nähe von Genf, 100 Meter unter der Erde, entsteht der größte jemals gebaute Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider, kurz LHC. In dem 27 Kilometer langen Tunnel werden ab dem Sommer 2008 Wasserstoff-Atomkerne mit unvorstellbar hoher Energie aufeinander geschossen. Physiker aus aller Welt erhoffen sich aus den Daten Antworten auf die uralte Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Sie suchen dabei auch nach dem rätselhaften Higgs-Teilchen, dem mutmaßlichen Ursprung der Masse aller Elementarteilchen.

© Max-Planck-Gesellschaft 2007

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