Klimaforschung auf Langstreckenflügen


Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz beschreiten mit dem Projekt CARIBIC (Civil Aircraft for the Regular Investigation of the Atmosphere Based on an Instrument Container) neue Wege in der Klimaforschung: Die Atmosphärenforscher haben einen Messcontainer entwickelt, der ein- bis zweimal im Monat an Bord eines Lufthansa-Airbus zu ausgewählten Orten rund um den Globus fliegt und dabei die Luft zwischen Start- und Zielflughafen analysiert. Ein speziell angefertigtes Einlasssystem am Flugzeugbauch leitet während des gesamten Fluges Luft- und Teilchenproben sowie Wetterdaten an die Instrumente im Inneren des Containers weiter. Die Geräte messen fünfzig klimarelevante Spurengase sowie Wasserdampf und Schwebteilchen in der Atmosphäre. Die detaillierten Daten helfen herauszufinden, wo die Quellen von Verunreinigungen liegen und wie sich die Atmosphäre selbst reinigt. Das auf zehn Jahre angelegte Projekt, an dem neben den Mainzern elf weitere Institute aus sechs europäischen Ländern beteiligt sind, soll eine bisher beispiellose Zahl von höchst detaillierten Messdaten, über den gesamten Globus verteilt, liefern. Damit wird CARIBIC zu einem wichtigen Baustein zum Verständnis der Klimaentwicklung.

© Max-Planck-Gesellschaft 2006

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