Barocker Klang aus dem High-Tech-Labor


Im Barock erlebte die Orgelbaukunst eine erste Blütezeit. Große Meister schufen riesige Orgeln mit einer schier unglaublichen Klangfülle, perfekt auf den Klangraum der Kirche abgestimmt – sowohl musikalisch als auch technisch eine Meisterleistung. Im 19. Jahrhundert jedoch ging ein wichtiger Teil des Wissens der barocken Orgelbauer verloren: das Herstellungsverfahren für die hochempfindlichen Zungen der Zungenpfeifen. Im Rahmen des EU-Projekts „True Sound“ sind nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Metallforschung mit den Mitteln der modernen Materialwissenschaft dem alten Herstellungsverfahren wieder auf die Spur gekommen. Inzwischen können sie Legierungen herstellen, die den damals verwendeten ebenbürtig sind, und sie haben herausgefunden, wie die guten Materialeigenschaften bei der Verarbeitung zu dünnen Blechen erhalten bleiben.

© Max-Planck-Gesellschaft 2007

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