Gewähltes Tag Mensch-Maschine-Schnittstelle

Wenn Computer mit Menschen kommunizieren

Forschung an der Mensch-Maschine-Schnittstelle für besseres „Verstehen“


Es geht um das Durchwandern von virtuellen dreidimensionalen Labyrinthen. Dafür sind extrem große Rechenleistungen von Computern erforderlich. Doch die Aufgabe, die hier vorgestellt wird, ist eine andere, auf den ersten Blick viel einfachere: Es geht um die Interaktion zwischen Computer und Mensch beim Durchwandern solcher Strukturen. Dafür betreten Informatiker Neuland; denn die Kommunikation zwischen dem denkenden Menschen und der digitale Rechenprozesse verarbeitenden Maschine ist diffizil.

Link-Empfehlungen der Redaktion zu weiterführenden Informationen:

- Homepage Prof. Dr. Alexander Koller – Link
- Exzellenzcluster “Multimodal Computing and Interaction”- Link

Mehr zum Inhalt des Videos:

Will man die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine optimieren, ist es erforderlich, Computern beizubringen, dass Menschen Computer richtig verstehen. Und da zeigt die wissenschaftliche Arbeit von Alexander Koller am Exzellenzcluster an der Uni in Saarbrücken, dass es dabei auch um die komplexen Vorgänge beim Erkennen und Wahrnehmen von Menschen geht. Kurz gesagt: Nicht Menschen müssen lernen, Computer richtig zu verstehen, sondern Computer sollen menschliches Denken nachvollziehen können.

Maschinen, deren Denkprozesse sich dem menschlichen Gehirn nähern – auch kognitive Roboter genannt – würden Handbücher für elektronische Geräte künftig überflüssig machen. Die Maschine könnte den Menschen „verstehen“ und auf seine Fragen selbst direkt antworten. Solche Forschungen stehen heute im Zentrum der Informatik und stehen am Beginn eines Paradigmenwechsels in der Kommunikation zwischen Mensch und Computer. Bisher müssen sich die Nutzer strikt an die Vorgaben der Software anpassen. In Zukunft könnte dies umgekehrt sein. Damit eröffnen sich auch neue Wege für andere Forschungsgebiete wie die Psycholinguistik, die die Arbeit bei Experimenten erleichtern kann.

Mit einem weltweiten Onlinespiel verfolgen die Saarbrücker Wissenschaftler das Ziel, möglichst viele Daten zu unterschiedlichen Themen beim räumlichen Verhalten von Menschen zu sammeln: wie orientiert sich ein Mensch im dreidimensionalen Raum? Wie bewegt er sich darin? Und wie interpretiert er Anweisungen des Computers? Die Beantwortung dieser Fragen ist auch abhängig von Kulturkreisen und Bevölkerungsgruppen. Über eintausendeinhundert Spieler aus achtundvierzig Ländern nahmen an diesem Onlinespiel teil und haben wichtige Erkenntnisse erbracht.

Alexander Koller, der das Projekt bisher leitete, ist inzwischen Professor für theoretische Computerlinguistik an der Universität Potsdam geworden. In Saarbrücken wird sein Thema aber weiterhin vorangetrieben. Denn es gehört zu den wichtigsten Forschungsthemen der Robotik, die einmal zum Serviceroboter der Zukunft führen soll, der mit dem Menschen über Sprache kommunizieren kann.

© Universität des Saarlandes 2011

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Forschung über die Mensch-Maschine-Schnittstelle

AIL Zürich: Hirnwellen steuern neue Prothesen


Susanne Päch besuchte das Artificial Intelligence Lab in Zürich. Sehen Sie hier ihre Reportage über eine der weltweit führenden Forschungsstätten im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dieser Beitrag stellt die dort entwickelte intelligente Hand-Prothese in den Mittelpunkt.

© mce mediacomeurope GmbH 2008

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AMaRob – Medizinische Robotik

Bremer Forscher erproben intelligenten Greifarm


Inventions-TV stellt das Projekt „Autonomous Manipulator Control“ vor, das an der Uni Bremen entwickelt wird: ein autonom arbeitender Roboter-Greifarm, der selbständig Handlungen durchführen kann. Bei Bedarf lässt er sich aber auch durch das Hirn direkt steuern. Ziel ist es, eine Apparatur zu entwickeln, die beispielsweise Querschnittsgelähmten hilfreich zur Seite stehen soll.

© mce mediacomeurope GmbH 2008

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