Gewähltes Tag Higgs-Partikel
Peter Higgs und die Materie im Vakuum
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Im CERN machen Physiker Jagd auf die Higgs-Bosonen
Der Physiker Prof. Dr. Peter Higgs war es, der in den sechziger Jahren theoretisch entdeckte, dass das Vakuum nicht wirklich leer ist – er hat der relativistischen Quantenfeldtheorie eine völlig neue Welt erschlossen. Bis heute warten aber die von ihm theoretisch vorhergesagten Higgs-Bosonen auf ihren Nachweis. Erst jetzt bestehen im CERN mit dem neuen ATLAS-Detektor die technischen Voraussetzungen, Jagd auf die Higgs-Partikel zu machen.
Das CERN ist das größte Teilchen-Labor der Welt. Zwanzig europäische Länder tragen die internationale Institution. Rund 3000 Mitarbeiter und 6500 Gastwissenschaftler aus aller Welt bauen hier gewaltige Anlagen; mit den gigantischen Experimenten, die innerhalb eines 27 Kilometer langen Ringtunnels stattfinden, suchen sie nach den kleinsten Bausteinen der Welt. Ganz unterschiedliche Experimente laufen hier ab. Immer ist es dafür erforderlich, Teilchen zuerst auf Hochgeschwindigkeit zu bringen und sie dann zusammenstoßen zu lassen.
Die Geschehnisse im subatomaren Bereich spielen sich in Sekundenbruchteilen ab. Nur hochspezialisierte Maschinen, sogenannte Teilchen-Detektoren, können diese Ereignisse erkennen und dokumentieren. Wichtige Aufgabe ist es, die bei einer Kollision entstandenen Teilchen zu identifizieren, also ihre Eigenschaften festzustellen. Mit 46 m Länge, 25 m Höhe, 25 m Breite – 7000 Tonnen schwer – ist ATLAS der größte Teilchen-Detektor, der jemals gebaut worden ist. Er soll mindestens zehn Jahre im Einsatz bleiben.
Mit ATLAS sucht man auch nach den Higgs-Bosonen. Erst heute mit den modernsten Anlagen der Teilchenphysik sind wir in der Lage, Teilchen auf 99,99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Damit bestehen jetzt erstmals die Voraussetzungen, diese Teilchen im Labor tatsächlich zu erzeugen. Die Reportage von HYPERRAUM.TV erläutert die Zusammenhänge und lässt den Forscher, der heute über achtzigjährig in Edinburgh lebt, ausführlich selbst zu Wort kommen.
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Projekt Atlas startet
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Dem Rätsel des Higgs-Partikels auf der Spur
In der Nähe von Genf, 100 Meter unter der Erde, entsteht der größte jemals gebaute Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider, kurz LHC. In dem 27 Kilometer langen Tunnel werden ab dem Sommer 2008 Wasserstoff-Atomkerne mit unvorstellbar hoher Energie aufeinander geschossen. Physiker aus aller Welt erhoffen sich aus den Daten Antworten auf die uralte Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Sie suchen dabei auch nach dem rätselhaften Higgs-Teilchen, dem mutmaßlichen Ursprung der Masse aller Elementarteilchen.
© Max-Planck-Gesellschaft 2007
