Der Stoff, der die Welt zusammenhält


Unser Universum – es besteht aus hundert Milliarden Galaxien mit Abermilliarden von Sternen, Planeten und Monden, und selbst in den leeren Zwischenräumen findet sich noch das eine oder andere Wasserstoffatom. Doch zu 96 Prozent besteht das Weltall aus etwas, was niemand bislang gesehen hat und die Wissenschaftler immer noch nicht erklären können: aus Dunkler Materie. Wenn sie nicht existierte, sähe unser Universum völlig anders aus. Dann müssten zum Beispiel rotierende Spiralgalaxien, die sich mit einer Geschwindigkeit von 800.000 Kilometern pro Stunde um ihr Zentrum drehen, eigentlich durch die Fliehkraft ihrer Bewegung auseinandergerissen werden. In ihrer interdisziplinären Forschung sind drei Max-Planck-Institute in München, Garching und Heidelberg mit verschiedenen Experimenten dem Stoff, der das Weltall zusammenhält, auf der Spur, in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Auf dem Spiel steht nicht nur eine physikalische Theorie, sondern unser gesamtes Weltbild.

© Max-Planck-Gesellschaft 2005

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