Gewähltes Tag Evolution
Die Sprache der Pflanzen
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Was der wilde Tabak zu sagen hat
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena arbeiten daran, das Vokabular der Pflanzen zu entschlüsseln, kleine flüchtige Substanzen, die die Pflanzen produzieren, um sich gegen Fraßfeinde zu wehren oder um damit untereinander zu kommunizieren. Am besten erforscht sind derzeit der wilde Tabak, Nicotiana attenuata, und sein ärgster Feind, der Tabakschwärmer, Manduca sexta. Viele weitere Pflanzenwerden von Mitarbeitern des Instituts belauscht. Aber auch die Gegenseite steht unter Beobachtung, die Insekten. In den zurückliegenden Jahrmillionen der Evolution haben diese gelernt, die Kommunikation der Pflanzen für sich zu nutzen. Insbesondere für den Anbau von Nutzpflanzen könnte das Wissen um die geheimnisvolle Sprache der Pflanzen auch für den Menschen große Vorteile bieten.
© Max-Planck-Gesellschaft 2007
Neurologie entdeckt Angstgedächtnis
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Prof. Dr. Hans-Christian Pape entschlüsselt Prozesse in den Nervenzellen des Gehirns
Angesichts einer Bedrohung reagieren wir mit Angst. Unser Furchtverhalten ist entwicklungsgeschichtlich sehr alt und oft genug überlebenswichtig. Doch bei einer großen Zahl von Menschen treten Angstreaktionen wiederholt unangemessen stark oder aus unpassendem Anlass heraus auf. Sie leiden unter Angst oder Zwangserkrankungen. Hans-Christian Pape vom Institut für Physiologie der Universität Münster arbeitet daran, die neurologischen Prozesse der Angst bis auf die molekulare Ebene herunter zu verstehen. Stehen wir Angst aus, so feuern Hunderte von Nervenzellen in einem synchronen Muster. Wiederholt sich diese rhythmische Aktivität zu oft oder ist die Angst zu groß, so kann sich das Muster ins Gehirn einbrennen. Ein Furchtgedächtnis entsteht, und schon beim geringsten Anlass reagiert das Gehirn panisch. Aufbauend auf den Erkenntnissen von Hans-Christian Pape können nun gezielt Therapien gegen Angsterkrankungen entwickelt werden. Für seine wegweisenden Arbeiten erhielt er am 19. November 2007 den Max-Planck-Forschungspreis.
© Max-Planck-Gesellschaft 2007
