Elektronisch gesteuerte Schleifmaschine hilft Rohstoff sparen


Edelsteine beginnen erst durch den richtigen Schliff zu funkeln. Beim Schleifen muss man aber nicht nur auf den schönen Schliff mit exakt angelegten Facetten achten, sondern auch darauf, dass der wertvolle Rohstein so wenig wie möglich an Volumen verliert. Am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern arbeiten Dr. Anton Winterfeld und Dr. Peter Klein. Ihre Aufgabe: die über mehrere Jahrhunderte erarbeiteten Kenntnisse der Schleifer in einem mathematischen Prozess abzubilden. Das Ergebnis: eine Software und eine daran angeschlossene Schleifmaschine. Um diese Software zu entwickeln, nutzten die Forscher ein spezielles Feld der Mathematik: die allgemeine semi-infinite Optimierung. Semi-infinit heißt: die zu wählenden Freiheiten bei der Festlegung eines Designs unterliegen unendlich vielen Nebenbedingungen. Edelsteine, mit dem Prototyp der elektronisch gesteuerten Maschine geschliffen, haben durchschnittlich dreißig Prozent mehr Volumen als beim herkömmlichen manuellen Schleifen.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2009>

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