Gewähltes Tag E-Automobil
Deutschland macht e-mobil
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IAA 2011 als Urknall des deutschen Elektroautos 2.0
Deutsche Automobil-Hersteller sind, dank gewaltiger öffentlicher Fördermittel, auf den Geschmack der Elektromobilität gekommen. Auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt konnte man bei den großen deutschen Marken von Audi über BMW bis Daimler auf Entdeckungstour gehen.
“Urban Concept” und “Smart forvision” – zwei Beispiele groß angelegter deutscher Konzeptautos von Audi und Daimler – wurden auf der Internationalen Automobilausstellung 2011 erstmals präsentiert. Schon heute sind amerikanische und asiatische Hersteller mit Elektroautos auf dem Markt, die deutsche Autoindustrie ist also spät dran, will aber jetzt verlorenes Terrain wieder wettmachen. Und das, obwohl das Elektroauto einst eine ureigene deutsche Domäne war, fuhren doch schon Anfang des 20. Jahrhunderts Elektromobile aus deutscher Produktion auf den Straßen, darunter aus der Entwicklungsabteilung des großen Pioniers der Elektrotechnik, Werner von Siemens. Auch dieser Konzern entsinnt sich seiner Historie und will wie RWE in dieses zukunftsträchtige Autosegment einsteigen.
Unterstützt wird die deutsche Industrie dabei von der Bundesregierung, die mit vier Milliarden Euro die Elektromobilität zum Leitmarkt entwickeln will. Auch in den Ländern steht das Elektroauto 2.0 hoch im Kurs – allen voran Nordrhein-Westfalen. Im Masterplan NRW mit Kompetenzzentren in Aachen (Fahrzeugtechnik und Produktion), Dortmund (Netze und Infrastruktur) sowie Münster (Batterietechnik) liegt eine dreistellige Millionensumme für Förderung von Forschung und Entwicklung bereit. Mit ihr soll auch der einschlägige universitäre Nachwuchs herangezogen werden.
Noch kann man deutsche E-Autos nicht kaufen, aber Daimler will schon 2012 mit dem Elektro-Smart das erste deutsche Serienauto mit Elektromotor auf den Markt bringen. Für 2013 ist dann mit mehreren Elektrofahrzeugen aus deutscher Produktion zu rechnen.
© mce mediacomeurope GmbH 2011
eMobility – Elektro-Fahrzeuge als Ultima Ratio
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Bis 2020 eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen?
Das Automobil – seit hundert Jahren auf den Straßen der Welt zu Hause, steht möglicherweise vor einer Revolution. Nicht zuletzt dank der dramatisch gestiegenen Ölpreise kommt das Konzept des Elektroautos wieder in Mode. Leise ist es, zugleich auch umweltschonend, aber auch noch teuer. Aber der Preis ist nicht die einzige Hürde, die auf dem Weg zum Elektroantrieb steht. E-Autos erfordern auch ein komplett neues Tanknetz mit anderen Tankmodalitäten, da der vergleichsweise lange Ladevorgang ein Stop and Go an der Tankstelle wie heute nicht zulässt. Weltweit hat dennoch ein Entwicklungswettkampf um den Zukunftsmarkt Elektroauto begonnen. Auch die deutsche Industrie steigt jetzt – reichlich spät – in den weltweiten E-Trend ein. Die Bundesregierung fordert gar eine Million Elektro-Fahrzeuge bis 2020 auf Deutschlands Straßen. Bei der Entwicklung der Fahrzeuge bildet die optimierte Speicherung des Stroms eine zentrale Komponente. Batterien verteuern sich in der Herstellung allerdings erheblich, wenn die Reichweite von E-Fahrzeugen verbessert werden soll, wie der Verband der Elektroindustrie VDE in einer jüngst veröffentlichten Studie berichtet. Am 8. und 9. November 2010 wird der VDE übrigens in Leipzig einen großen Kongress veranstalten. Rund 1500 Experten werden erwartet, die über „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ diskutieren, und dabei Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft präsentieren wollen.
© mce mediacomeurope GmbH 2010
