Gewählte Kategorie Verkehr

Masdar City öffnet die Tore

Blaupause für die umweltfreundliche Stadt von morgen


Im Hinterland von Dubai entsteht derzeit die postmoderne Idealstadt des 21. Jahrhunderts: auto- und kohlendioxidfrei, statt dessen mit einem komplett neu konzipierten, elektrisch betriebenen Transportsystem im Untergrund. Strom kommt ausschließlich aus erneuerbaren Energien wie der Solarthermie, Abfall wird konsequent einem Recycling zugeführt und der Verbrauch an Rohstoffen intelligent gemanagt. In Kürze wird das erste Gebäude der Zukunftsstadt Masdar City seine Tore öffnen. Mit einem Startkapital von 15 Milliarden Dollar ausgestattet, soll die Stadt dann ab 2016 rund 50.000 Menschen sowie 1500 Firmen und Institutionen auf einer Fläche von sechs Quadratkilometern qualitativ höchstwertigen Lebensraum bieten. Eine auf den ersten Blick erstaunliche Kehrtwendung. Denn bis heute eilt den hochtechnisierten Arabern der Vereinigten Arabischen Emirate nicht der Ruf ökologischer Vordenker voraus. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie ist in dieser ölfördernden Zone bis dato doppelt so hoch wie etwa in den USA. Aber um auch nach dem Versiegen der Ölquellen im globalen Energiemarkt tonangebend bleiben zu können, sammeln sie jetzt schon Know-how für das Szenario erneuerbarer Energien. Die in Masdar City vorgezeigte Umweltidylle ist derzeit nicht wirklich finanzierbar. So muss die Stadt die hohe Einsparung an Kohlendioxid über den in Kyoto verhandelten Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung auf dem Weltmarkt teuer weiter verkaufen.

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Haifischhaut für Flugzeuge

Der Biologie abgeschaut: Lack zur Reduzierung des Strömungswiderstandes


Es gibt nicht nur einen Grund, den Treibstoffverbrauch von Flugzeugen und Schiffen zu senken. Es reduziert Kosten, ist aber auch ein Beitrag zum Klimaschutz durch Absenkung des CO2-Ausstoßes. Die Reduzierung des Strömungswiderstandes ist auch in der Luft und auf dem Wasser ein probates Mittel dafür. Um solche – heute schon strömungsoptimierte Formen – weiter zu verbessern, ist es notwendig, die Mikrostruktur der Oberfläche zu verändern. Der vor über 30 Jahren entdeckte Riblet-Effekt bei Haien kann hier weiterhelfen. Er beschreibt die nur Mikrometer tiefen Längsrillen, die das Strömungsverhalten des Hais optimieren. Diese biologische Methode ist auch die Grundlage für eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen. Dr. Vokmar Stenzel, Yvonne Wilke und Manfred Peschka haben einen Lack samt Applikationstechik entwickelt, der den Strömungswiderstand von Flugzeugen verbessert.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2010

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eMobility – Elektro-Fahrzeuge als Ultima Ratio

Bis 2020 eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen?


Das Automobil – seit hundert Jahren auf den Straßen der Welt zu Hause, steht möglicherweise vor einer Revolution. Nicht zuletzt dank der dramatisch gestiegenen Ölpreise kommt das Konzept des Elektroautos wieder in Mode. Leise ist es, zugleich auch umweltschonend, aber auch noch teuer. Aber der Preis ist nicht die einzige Hürde, die auf dem Weg zum Elektroantrieb steht. E-Autos erfordern auch ein komplett neues Tanknetz mit anderen Tankmodalitäten, da der vergleichsweise lange Ladevorgang ein Stop and Go an der Tankstelle wie heute nicht zulässt. Weltweit hat dennoch ein Entwicklungswettkampf um den Zukunftsmarkt Elektroauto begonnen. Auch die deutsche Industrie steigt jetzt – reichlich spät – in den weltweiten E-Trend ein. Die Bundesregierung fordert gar eine Million Elektro-Fahrzeuge bis 2020 auf Deutschlands Straßen. Bei der Entwicklung der Fahrzeuge bildet die optimierte Speicherung des Stroms eine zentrale Komponente. Batterien verteuern sich in der Herstellung allerdings erheblich, wenn die Reichweite von E-Fahrzeugen verbessert werden soll, wie der Verband der Elektroindustrie VDE in einer jüngst veröffentlichten Studie berichtet. Am 8. und 9. November 2010 wird der VDE übrigens in Leipzig einen großen Kongress veranstalten. Rund 1500 Experten werden erwartet, die über „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ diskutieren, und dabei Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft präsentieren wollen.

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Shell Eco-Marathon – so weit ein Liter trägt

Ölmulti fördert Nachhaltigkeit mit Jugend-Wettbewerb


Der Grundgedanke des vom Ölkonzern Shell finanzierten Eco-Marathons: Entwurf und Konstruktion eines Fahrzeugs, das mit einem Liter Kraftstoff die größtmögliche Entfernung zurücklegt und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich ausstößt. Sowohl konventionelle Kraftstoffe als auch alternative Energiequellen sind für den Antrieb dieser Fahrzeuge zugelassen. Der Shell Eco-Marathon richtet sich mit zwei Kategorien an junge Konstrukteure und universitäre Forschungs-Teams. In der Kategorie “Prototype-Fahrzeuge” sind stromlinienförmige Fahrzeuge aller Art zugelassen, deren Konstruktion darauf abzielt, den Luftwiderstand zu reduzieren und den Kraftstoffverbrauch zu minimieren. Demgegenüber ist für die “UrbanConcept Fahrzeuge” Straßentauglichkeit eine Voraussetzung. Weltweit hat sich der Shell Eco-Marathon in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Foren für nachhaltige Mobilität entwickelt. Der neueste Weltrekord des französischen Teams „polyjoule“ liegt bei 4.896 Kilometern – das entspricht der Strecke von der portugiesischen Atlantikküste bis nach Moskau oder einem Verbrauch von 0,02 Litern auf 100 Kilometern.

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Kostengünstige und effektive Keramikfilter

Wenn das Eckige ins Runde muss


Für Pkw sind Partikelfilter schon Standard bei der Erstausrüstung. Baumaschinen, Stadtbusse oder Müllwagen, die in wesentlich kleineren Serien produziert werden, sollen demnächst nachziehen. Die Herstellung solch kleiner Serien ist momentan nur sehr aufwändig und unflexibel möglich. Fraunhofer-Forscher am Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden entwickelten ein neues Material und Design für Keramikfilter; sie können so kostengünstig produziert werden. In Zusammenarbeit mit der HUSS Umwelttechnik GmbH stellten die Fraunhofer-Forscher den kompletten Fertigungsprozess auf die Füße, um robuste Dieselpartikelfilter in kleiner Serie herzustellen.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2009

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Experten-Interview: Prof. Dr. Peter Deuflhard

Mathematische Algorithmen für anwendungsnahe Grundlagenforschung


Inventions-TV spricht mit Prof. Dr. Peter Deuflhard, Präsident des Zuse-Instituts in Berlin. An diesem Institut arbeitet man an unterschiedlichen mathematischen Algorithmen für Problemlösungen in einem breiten Spektrum, das von medizinischen über biologisch-pharmazeutische bis zu verkehrstechnischen Fragen reicht. Grundlagenforschung, die dennoch direkt in die Anwendung führt.

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Experten-Interview: Prof. Dr. Torsten Bertram

Robotik für das Auto von morgen


Torsten Bertram ist Inhaber des Lehrstuhls für Systemregelungstechnik an der TU Dortmund und berichtet in diesem Gespräch mit der Moderatorin Susanne Päch über die Forschungsaktivitäten in Dortmund zu bildverarbeitender und mobiler Robotik. Im zweiten Teil steht der Forschungsschwerpunkt Automotive mit der Entwicklung von Robotern für den Einsatz im Automobil im Mittelpunkt.

©  mce mediacomeurope 2008

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Minikraftwerk für unterwegs


Der Akku wird zur Brennstoffzelle


Brennstoffzellen sind stark im Kommen. Im Automobilbereich wurden 2008 die ersten mit Brennstoffzellen ausgerüsteten Fahrzeuge präsentiert. Aber auch für PCs und Handys könnte die Zeit der kurzlebigen Akkus bald schon vorbei sein.

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Erdgasfahrzeuge

Turbomotoren im Kommen


Während Erdgasfahrzeuge bei Flotten aufgrund ihrer kostengünstigen und umweltschonenden Technologie bereits im Einsatz sind, konnte die Technologie das Segment der privaten Autofahrer noch nicht erobern. Mit den 2008 erstmals vorgestellten Turbomotoren könnte sich das ändern. Über Vor- und Nachteile dieser neuen Technologie berichtet Inventions-TV.

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Transrapid in München

Das Projekt hebt nicht ab


Der Transrapid sollte ab 2014 Flugreisende vom Münchener Hauptbahnhof in zehn Minuten zum Flughafen transportieren – auf einer eigens für die Magnetschwebebahn gebauten Strecke. Aber die Kosten schossen in die Höhe, und auch die Bevölkerung in München lehnte die Technologie am Ende mehrheitlich ab. Im April 2008 kam das Aus für das vermeintliche Prestige-Projekt.

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