Gewählte Kategorie Verfahrenstechnologie

Lotuseffekt: Wie sich Pflanzen reinigen

Bionik hilft uns beim Lernen vom Vorbild der Natur


Der Lotuseffekt gilt heute als historisches Beispiel, was der Mensch vom Vorbild der Natur lernen kann. In den achtziger Jahren vom Botaniker Prof. Dr. Wilhelm Barthlott an der Universität Bonn entschlüsselt, wird die Methode der Pflanzen jetzt auch für die Produktion von selbstreinigenden Textilien und Glasoberflächen eingesetzt.

Barthlott versucht seit den achtziger Jahren, der Natur technologisch verwertbare Technologien zu entlocken. Der sogenannte „Lotuseffekt“ – die Selbstreinigung von Pflanzen – gehört zu den frühesten botanischen Erkenntnissen der Bionik. Aufgrund einer hoch komplexen Mikro- und Nanostruktur der Blätter perlt das Wasser von der Oberfläche in Tropfen ab. Dabei nehmen die Tropfen auch alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit. Dank dieser Struktur sind viele Pflanzen in der Lage, ihre Oberflächen zu reinigen. Schon früh erkannte Barthlott die technischen Anwendungsmöglichkeiten dieser Oberflächenstruktur. Doch anfangs erntete der Biologe kein Interesse in der Industrie. Dennoch ließ er die Methode patentieren und zeigte auch erste mögliche Anwendungen für Geschirroberflächen.

Diese Reportage zum Lotus-Effekt eröffnet eine kleine Sendereihe von HYPERRAUM.TV, die sich mit dem Thema Bionik befasst. Das Kunstwort „Bionik“ setzt sich zusammen aus Biologie und Technik; sie sucht in der Natur systematisch nach technisch verwertbaren Methoden, beispielsweise für die industrielle Fertigung. Der von Prof. Wilhelm Barthlott vor Jahrzehnten entdeckte Lotuseffekt wird heute in der Literatur als wegweisend bezeichnet.

© mce mediacomeurope GmbH 2011

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Titandioxid zur Luftreinigung in Innenräumen

Infomercial der Sto AG


class=”intro”>Seit langem ist bekannt, dass Titandioxid an seiner Grenzschicht mit der Luft organische Materie zersetzt. Professor Dr. Horst Kisch von der Universität Erlangen hat Titandioxid so modifiziert, dass der Effekt nicht nur mit hochenergetischer Ultraviolettbestrahlung, sondern bereits mit diffusem Tageslicht funktioniert. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen hat die Sto AG eine Wandfarbe mit integriertem Luftreiniger entwickelt.

Seit mehreren Jahren forscht der Chemiker und Bioniker Horst Kisch am Erlanger Institut für Anorganische Chemie an Titandioxid. In diesem Infomercial der Sto AG erklärt er, wie der chemische Prozess der Luftreinigung durch Titanoxid grundsätzlich funktioniert und welche Leistungen für die Luftreinigung er erbringen kann. Selbst Bakterien und organische Verbindungen lassen sich mit Titandioxid in Kohlendioxid und Wasser unschädlich machen.

Diese Methode aus der Natur hat die Sto AG aufgegriffen und daraus eine Wandfarbe aus Titandioxid entwickelt. Sie dient als Luftreiniger – wobei vor allem Geruchsstoffe in Innenräumen abgebaut werden – und verbessert so das Raumklima.

© Sto AG 2011

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Tabakblätter als Arzneimittel

Pflanzen bieten gute Skalierung für die Produktion von Biopharmaka


Heute werden Biopharmaka, biochemisch erzeugte medizinische Präparate, aus tierischen Zellen oder Bakterien gewonnen. Am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie suchen Forscher nach pflanzlichen Ausgangsstoffen für die Produktion von Proteinen und sind bei den Tabakblättern fündig geworden.

Tabak, vor allem als Suchtmittel bekannt, testen Forscher am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie, kurz IME, auf Ihre Brauchbarkeit als Biopharmazeutikum. In Aachen ist es Dr. Stefan Schillberg, Dr. Jürgen Drossard und Dr. Thomas Rademacher jetzt gelungen, aus Tabakblättern einen HIV-spezifischen Antikörper zu entwickeln.

Im Gegensatz zum Einsatz tierischer Zellen bringt die Nutzung des pflanzlichen Ausgangsmaterials einen erheblichen Vorteil für die künftige Herstellung: Die großtechnische Produktion ist aus Pflanzen deutlich einfacher zu skalieren. Die Reportage von HYPERRAUM.TV zeigt, wie das Verfahren in einer Pilotanlage am IME funktioniert und wie dabei über die Erzeugung einer transgenen Tabakpflanze ein als medizinischer Wirkstoff nutzbares Protein entsteht.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2011

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“Dream Production”: Abgas wird zum Rohstoff

Infomercial der Bayer AG


Der Kozern Bayer stellt das Projekt “Dream Production” vor. Im Chempark Leverkusen wurde eine Pilotanlage in Betrieb genommen, um ein neues Verfahren im technischen Maßstab zu erproben. Es soll das „Abfallprodukt“ CO2 in einen wertvollen Rohstoff für die chemische Produktion verwandeln.

In Leverkusen wird aus dem bei fossilen Brennstoffen entstehenden Abgas Kohlendioxid ein chemisches Vorprodukt gewonnen, das zum Kunststoff Polyurethan weiterverarbeitet in vielen Dingen des täglichen Lebens Verwendung findet. Es findet sich beispielsweise in Sitzmöbeln, Dichtungen und in Sportschuhen. Kohlendioxid soll auf diesem Weg künftig nachhaltige Verwertung als Rohstoff und Erdöl-Ersatz finden.

Das innovative Verfahren ist Ergebnis des gemeinsamen Projekts „Dream Production“ von Wirtschaft und Wissenschaft. Bayer arbeitet hier mit dem Energieunternehmen RWE zusammen, von dem das eingesetzte CO2 stammt. Weitere Projektpartner sind die RWTH Aachen University sowie das gemeinsam von der Hochschule und Bayer betriebene CAT Catalytic Center. Den Forschern ist vor kurzem ein Durchbruch in der Katalysetechnik gelungen, was die effiziente Nutzung von Kohlendioxid erst ermöglicht.

© Bayer AG 2011

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Wenn Kautschuk zu Keramik wird

Infomercial der Wacker Chemie AG


Herkömmliche Kabel sind brennbar, das heißt, dass sie im Fall eines Brandes Kurzschlüsse verursachen und damit den Brand sogar weiter ausbreiten können. Neue Siliconkautschuke weisen jetzt den Weg zu Sicherheitskabeln für den breiten Anwendungsmarkt.

Bei sogenannten Sicherheitskabeln ist die Funktionsfähigkeit durch einen isolierenden Kabelmantel auch während eines Brandes gewährleistet. Bis vor kurzem konnten solche Kabel wegen hoher Produktionskosten nur als teure Sonderanfertigungen hergestellt werden. Der breite Einsatz im Fahrzeug- oder Werkzeugbau blieb ihnen daher verschlossen. Seit kurzem lassen sich neuartige Siliconkautschuke mit besonderen Fähigkeiten einfach auf den Kupferleiter aufbringen. Auch dieser Kautschuk-Schutzmantel „verbrennt“ zwar, allerdings entsteht keine Asche, sondern der Kautschuk verwandelt sich dabei in eine sehr harte Keramikschicht, die selbst bei Temperaturen um 1000 Grad Celsius noch ausreichend elektrisch isolierend wirkt.

Sicherheitskabel dieser Art eignen sich für den Einsatz auf Ölplattformen ebenso wie in der Fahrzeugtechnologie. Das Infomercial der Wacker AG zeigt die Herstellung dieser innovativen Sicherheitskabel für den breiten Markt.

© Wacker Chemie AG 2011

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Boomende Zukunftsbranche Optoelektronik

Infomercial des VDI Technologiezentrum


Der Markt der „Lichtlösungen“, die Photonik, ist heute weltweit über 250 Milliarden Euro schwer und glänzt mit zweistelligen Wachstumsraten. Allein in Deutschland beschäftigt er über 120.000 Menschen. Die Branche bleibt auf expansivem Wachstumskurs.

Der Beitrag des VDI Technologiezentrum zeigt konkrete Beispiele innovativer Lösungen. Ein Modellprojekt für neue Beleuchtung befindet sich in Trier. Im Schulzentrum am Mäusheckerweg sollen bald alle Klassenräume in klarem LED-Licht erstrahlen. Das soll die Energiekosten im Betrieb auf etwa ein Drittel senken. Ein anderes beleuchtetes Beispiel kommt aus der Medizintechnik: An der Charité in Berlin untersuchen Prof. Dr.-Ing. Jürgen Lademann und sein Team mit Hilfe photonischer Medizintechnik nicht-invasive Untersuchungsmethoden. Das dritte Beispiel kommt aus dem Maschinenbau, wo bei der Firma EOS aus Krailling mit Licht, dem sogenannten Laser-Sinter-Verfahren, Geigen produziert werden. Die künftigen Möglichkeiten der Produktion mit Laser-Sintern sind enorm und reichen bis zu individuell gefertigten Prothesen.

© VDI Technologiezentrum 2011

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CO2: Vom Klimakiller zum wertvollen Rohstoff

Kohlendioxid bald wertvoller Rohstoff der chemischen Produktion?


Die Energieversorger produzieren erhebliche Mengen von Kohlendioxid – das hat diesen lebenswichtigen Stoff in Verruf gebracht. Die Industrie sucht inzwischen nach Möglichkeiten, den Abfall bei Verbrennungsprozessen als Ausgangsstoff für die chemische Produktion zu verwerten.

Kohlenstoff ist zum Beispiel die chemische Grundlage für die sogenannten Polyurethane, die uns fast allgegenwärtig umgeben: von Dichtungen über Schaumstoffe in Sitzmöbeln bis zu Hartschaum in Sportschuhen. Der jährliche Verbrauch liegt bei fast 20 Millionen Tonnen. Kohlenstoff ist ein zentraler Baustein der Polyurethane. Bisher wird er aus Rohöl gewonnen. Was, wenn man das “C” aus CO2 herauslösen würde und dann für die Produktion einsetzen könnte? Das Modell klingt in der Theorie gut, ist aber nicht so einfach umzusetzen. Denn im Moment muss man viel Energie aufwenden, um den relativ trägen Kohlenstoff aus seiner Verbindung herauszulösen. Mit Hilfe von hochenergetischen Katalysatoren versucht die chemische Forschung, den Energiebedarf dieses Prozesses zu reduzieren.

In der Energiewirtschaft gibt es zusammen mit der chemischen Industrie zudem Überlegungen, die bei erneuerbaren Energien anfallenden Überkapazitäten der Stromerzeugung für solche chemischen Prozesse einzusetzen. Damit ließen sich die sonst ungenutzten Überschussmengen einer industriellen Verwertung zuführen. Viel Entwicklungsaufwand ist für solche “Dream Productions” – so der Projektname einer Kooperation von Bayer, RWE und Siemens – noch erforderlich.

© mce mediacomeurope GmbH 2011

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Carbonfasern für Windpark-Rotorblätter

Infomercial der BASF SE


Die Diskussion um die erneuerbaren Energien steht derzeit im Fokus des öffentlichen Interesses. Die grüne Technologie sucht gleichzeitig nach neuen Methoden, die Produkte der Wachstumsbranche effizienter und damit auch wirtschaftlicher zu gestalten. Forscher der BASF und der Fraunhofer Gesellschaft erproben besipielsweise neuartige Materialien, die Rotorblätter für Windkraftanlagen noch widerstandfähiger machen.

Das Beispiel Off-Shore Windparks in der Nordsee: Kräfte von mehreren Tonnen wirken hier an den Rotorblättern. Um die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu steigern, sollen sie künftig den Elementen der Natur mehr als zwanzig Jahre standhalten.

Die Rotorblätter bestehen heute überwiegend aus Glasfasern: Sie können gewaltigen Kräften trotzen, wenn sie in einem Gewebe miteinander verbunden sind. Verklebt werden sie mit sogenanntem Epoxydharz. Die Substanz wird zusammen mit einem Härter in das Glasfasergewebe der Rotorblätter injiziert. Wichtig dabei ist, dass die Substanz lange genug flüssig bleibt, um das ganze Gewebe zu durchdringen, dann aber schnell aushärtet. Und die Entwicklung geht weiter: Bald sollen vermehrt Carbonfasern die Glasfasern ersetzen. Sie sind leichter und machen so auch den Bau sehr langer Rotorblätter möglich.

© BASF SE 2011

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Künstliche Haut aus der Fabrik

Tissue Engineering erzeugt synthetische Gewebe


Die Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet in einem Verbundprojekt von vier Instituten an der Fabrik für menschliche Haut. Zukünftig könnten solche „Gewebefabriken“ in großen Kliniken stehen und mit Hilfe der regenerativen Medizin Ersatzorgane für Patienten wachsen lassen.

Die Haut – das größte Organ des Menschen – ist der Schutzmantel des menschlichen Körpers. Gleichzeitig übernimmt die Haut wichtige weitere Funktionen: als Sinnesorgan gibt sie Informationen über die Außenwelt und ist zudem Teil des Stoffwechsels und des Immunsystems. Seit ein paar Jahren gelingt es mit Hilfe des „Tissue Engineering“ dieses Gewebe künstlich herzustellen. Bislang konnte dies allerdings nur in teurer Handarbeit von Speziallaboren produziert werden. Biologen, Physiker und Ingenieure von vier Fraunhofer-Instituten arbeiten inzwischen in einem weltweit einzigartigen Projekt: in der Fabrik für menschliche Haut. Sie soll die Technologie so weit entwickeln, dass sie auch in der breiten Medizin zum Einsatz kommen kann

Die biologische Grundlagen-Entwicklung sowie die Validierung der Anlage liegt beim Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI sowie am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB. Mit der Prototypenentwicklung bis zu einem funktionsfähigen Gesamtsystem beschäftigen sich die Experten am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Eine wichtige erste Zielgruppe für künstliche Haut sind Firmen, die im Bereich der Kosmetik-, Chemikalien- oder Medikamentenentwicklung arbeiten und die darauf angewiesen sind, Gewebe einzusetzen, sowohl für die Risikoabschätzung, als auch für die Verträglichkeitsprüfung. Künftig sollen aber auch Haut und Knorpel verstärkt für Transplantationen zum Einsatz kommen, beispielsweise auch als künstliche Speiseröhre nach Unfällen oder Tumorerkrankungen, die bislang nicht behandelbar sind. Die Erzeugung künstlicher Haut gehört in den Bereich der regenerativen Medizin, wo Experten in den nächsten zehn Jahren erhebliches Wachstumspotenzial sehen.

Im November 2011 wird der Weltkongress der Regenerativen Medizin in Leipzig stattfinden.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2011

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Wie aus Quarzitgestein Silicium wird

Infomercial der Wacker Chemie AG


Silicium ist das Basismaterial der modernen Mikroelektronik und kommt auch in der Photovoltaik zum Einsatz. Dieser Bericht zeigt, wie mit Hilfe modernster Verfahrenstechnik aus dem Mineral Quarzit ein wertvoller Industrie-Rohstoff entsteht.

Silicium ist ein weit verbreitetes chemisches Element, aber es kommt in der Natur nicht elementar vor, doch in seiner Verbindung mit Sauerstoff ist es allgegenwärtig. Das Besondere am Silicium liegt in seinen Eigenschaften als Halbleiter. Die elektrischen Eigenschaften lassen sich – im Gegensatz zu anderen Materialien – auch im großtechnischen Herstellungsprozess exakt einstellen. Silicium ist dadurch zum grundlegenden Material für die moderne Elektronik geworden. Auch in der Photovoltaik spielt Silicium eine große Rolle.

Will man aus Quarzit reines Silicium gewinnen, muss man ihm den Sauerstoff entziehen. Dies geschieht in einem energieintensiven Prozess, bei dem Quarzit zusammen mit Kohlenstoff (aus Kohle oder Holz) auf etwa 1.800 °C erhitzt wird. Der Kohlenstoff verbindet sich dann mit dem Sauerstoff des Quarzits zu Kohlendioxid und übrig bleibt Rohsilicium mit einer Reinheit von 98 bis 99 Prozent. Das Rohsilicium wird gemahlen und anschließend in einem Reaktor mit gasförmigem Chlorwasserstoff, HCl, zu flüssigem Trichlorsilan umgesetzt. Dieses Zwischenprodukt wird destilliert und dadurch von Verunreinigungen befreit. Aus der hochreinen Flüssigkeit werden dann Stäbe aus reinstem polykristallinem Silicium (Polysilicium) gewonnen. Es ist so sauber, dass auf eine Milliarde Siliciumatome nur noch ein Fremdatom kommt.

Das Infomercial zeigt den Prozess der Silicium-Herstellung und gibt Einblick in unterschiedliche Einsatzbereiche des wertvollen Materials.

© Wacker Chemie AG 2010

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