Gewählte Kategorie Physik

Die Jagd nach Exoplaneten

Die Europäische Südsternwarte ESO: Zentrum der Erforschung extraterrestrischer Planeten


Hyperraum.TV berichtet über die jüngsten Erfolge bei der Entdeckung von extraterrestrischen Planeten und erläutert die Methoden, mit denen der Nachweis dieser extrem kleinen und dunklen Himmelskörper gelingt. Seit den neunziger Jahren, als der erste dieser Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt wurde, konnten mehrere hundert solcher Trabanten von Sternen nachgewiesen werden. Meist handelt es sich um relativ große Gasplaneten recht nah in unserer Galaxis. Das Observatorium der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile ist ein Dorado für die Jagd nach Exoplaneten. In La Silla, 3000 Meter hoch in den Anden, herrschen ideale Bedingungen. Hier kann man das Universum in dünner, trockener und wenig verschmutzter Atmosphäre besonders gut beobachten. Daher sind viele Exoplaneten im südamerikanischen Observatorium der ESO entdeckt worden. Prof. Dr. Michel Mayor von der Universität Genf gehört zu den bekanntesten Planetenjägern, die in La Silla auf die Suche nach den kleinen Trabanten gehen. Etliche Exoplaneten hat er mit seinem Team hier entdeckt. Nächstes großes Ziel bei ihrer Erforschung ist die Suche nach erdähnlichen Objekten. Umkreisen sie ihre Sonne in geeignetem Abstand, dann könnte sich, so jedenfalls die Hoffnung der Astronomen, darauf Leben entwickelt haben.

© mce mediacomeurope GmbH 2010>

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Optische Datenspeicher: Aus Rot wird Blau

Blauer Laser – großer Speicher


In jedem CD-Spieler und DVD-Laufwerk arbeiten winzige Laser im Verborgenen. Der gebündelte rote Lichtstrahl kann Informationen mit Gigabits in kurzen Zeiteinheiten von den Silberscheiben lesen. Jetzt arbeitet die Entwicklung an blauen Lasern aus Gallium-Nitrid. Sie können weit mehr Information auf engeren Raum schreiben und lesen als die bisherigen roten Laser. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperforschung arbeitet in einem vom Forschungsministerium geförderten Verbundforschungsprojekt mit Osram an seiner Entwicklung.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2004

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Experten-Interview: Prof. Dr. Franz Pfeiffer

Neue Bildqualität in der Röntgentechnik


Angesichts moderner Verfahren wie der Computertomografie oder der Kernspin-Resonanz haben die altehrwürdigen Röntgen-Apparate ein fast schon antiquiertes Image. Doch ein junger Physiker, Prof. Dr. Franz Pfeiffer von der TU München, hat der Röntgenoptik mit der sogenannten Phasenkontrast-Methode eine völlig neue Dimension in der Bildqualität abgewonnen. Er verwandelt mit dieser Methode flaue Röntgenbilder in ungewohnt kontrastreiche und für den Arzt wesentlich aussagekräftigere Röntgenbilder aus dem Körperinneren. Erstmals sind dank dieser bahnbrechenden Entwicklung nun auch Weichteile wie Muskeln, Fettgewebe und Organe im Röntgenbild zu sehen.

Prof. Pfeiffer ist im Dezember 2010 von der DFG als einer der zehn Gewinner des Leibniz-Preises 2011 nominiert worden.

© mce mediacomeurope GmbH 2009

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Die Zeichen von Nasca

Geheimnis der peruanischen Wüste


Seit fast 80 Jahren rätseln Wissenschaftler über die Bedeutung der Nasca-Linien in der Atacama-Wüste im Süden Perus: Wer hat sie erschaffen? Warum wurden die Erdbilder auf den Wüstenboden am Fuße der Anden gezeichnet? Und vor allem, wie alt sind die Linien, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden? Prof. Günter Wagner und seinen Kollegen vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg ist es jetzt gelungen, mithilfe der Optisch Stimulierten Lumineszenz (OSL) das Alter einiger Erdlinien bis auf 50 Jahre genau zu bestimmen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass einige der Geoglyphen – so der wissenschaftliche Name der Erdbilder – vor etwa 2000 Jahren in die Wüste gezeichnet wurden. Dieses Ergebnis stimmt sehr gut überein mit aktuellen archäologischen Informationen zu den Erdlinien. Es ergibt sich folgendes Bild: Vor 2500 Jahren herrschte am Fuße der Anden noch ein feuchteres Klima. Aber nach und nach muss das Wasser dann verschwunden sein, die Landschaft wurde immer unwirtlicher für die Bewohner. In dieser Zeit bauten die Menschen die ersten Geoglyphen – wahrscheinlich sind die Erdbilder ein Teil eines Kultes, mit dem die Bewohner die Götter um Wasser und Fruchtbarkeit anflehten.

© Max-Planck-Gesellschaft 2004

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Porträt: Prof. Dr. Peter Fratzl

Der Wirkstoff-Experte


Der Max-Planck-Forschungspreisträger Peter Fratzl leitet seit 2003 die Abteilung “Biomaterialien” am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam/Golm. Er ist einer der Pioniere auf dem Gebiet biologischer und biomimetischer Werkstoffe. Vor kurzem hat der Biophysiker die Verbreitung von wildem Weizen durch einen Motor- und Steuermechanismus der Grannen erklärt. Wie ihm dies gelang, macht unter anderem dieser Film anschaulich und verständlich.

© Max-Planck-Gesellschaft 2008

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