Gewählte Kategorie Neurowissenschaften

Gehirn-Training

Fitness im Alter


Was Hänschen nicht lernt, sagt der Volksmund, lernt Hans nimmermehr. Doch die moderne Hirnforschung hat gezeigt, dass das nicht stimmt. Auch im Alter besitzt das Gehirn noch die Fähigkeit sich anzupassen. Wissenschaftler wie Martin Lövden vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung versuchen nun herauszufinden, ob man Nervenzellen auch im Alter noch zum Wachsen anregen kann. Bei Mäusen haben Forscher schon entdeckt, dass Nervenzellen im Gehirn nachwachsen. Und auch beim Menschen gibt es Hinweise darauf, dass ein solcher Effekt existieren könnte. Sollte die These von Martin Lövden stimmen, könnte das zu ganz neuen Therapien bei Alzheimer oder Parkinson führen. Martin Lövden war 2006 Preisträger des Sofja-Kovalevskaja-Nachwuchsforscherpreises der Bundesrepublik Deutschland

© Max-Planck-Gesellschaft 2007

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“Speed Cap” von Fraunhofer First

Neuartiges EEG misst Gehirnströme einfach und zuverlässig


Die Forschungseinrichtung Fraunhofer First stellt mit Speed Cap einen neuartigen Elektro-Enzephalographen, kurz EEG, vor. War es bisher erforderlich, die Kontakte zwischen den Metallplatten des EEG und der Kopfhaut zeitaufwändig mit einem Gel herzustellen, kann das Speed Cap mit seinen kleinen nadelförmigen Elektrodensteckern in wenigen Minuten eingerichtet werden. Die Genauigkeit wird dabei nicht negativ beeinflusst. Exakt durchgeführte Messreihen mit Speed Cap haben das bereits nachgewiesen. Die Entwickler erhoffen sich dadurch einen Boost unterschiedlichster EEG-Anwendungen mit Biofeedback; sie reichen von Neuroprothesen in der medizinischen Behandlung bis zum Entertainmentbereich mit aus dem Hirn gesteuerten Computerspielen.

© mce mediacomeurope GmbH 2009

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Experten-Interview: Prof. Dr. Jürgen Hennig

Bewegte Bilder aus dem Körperinneren


An der Uni-Klinik in Freiburg forscht man an der Front der Kernspin-Tomographie. Der Physiker Prof. Dr. Jürgen Hennig entwickelt hier am Institut für Medizintechnik mit seinen Mitarbeitern innovative Messmethoden, mit denen sich bewegte Bilder aus dem Körperinneren umsetzen lassen. Hier gelang es beispielsweise, die Blutzirkulation im menschlichen Gefäßsystem in Bewegung sichtbar zu machen. Auch das Fiber-Tracking gehört dazu; mit ihm verfolgen Ärzte im Kopf von Patienten die Signale durch die Nervenbahnen – für Neurologen ein wichtiges Instrument in der neurochirurgischen Operationsplanung.

© mce mediacomeurope GmbH 2009

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Porträt: Prof. Dr. Raymond Joseph Dolan

Die Anatomie der Gefühle


Liebe, Sehnsucht, Trauer, Wut – Gefühle sind eine komplexe Welt. Mit intelligenter Kombination neuester bildgebender Techniken hat Raymond Joseph Dolan vom University College in London die Emotionen sichtbar gemacht. Der Gehirnbereich der Amygdala gilt als der Ort der Gefühlsverarbeitung. Mit der funktionellen Kernspintomographie konnte der Neuropsychiater dies experimentell belegen. Auch die Speicherung emotionaler Erlebnisse konnte er verfolgen: Hier arbeitet die Amygdala eng mit dem Hippocampus zusammen. Das Verständnis dieser Zusammenhänge hilft, neue Therapieansätze für Störungen dieser Mechanismen zu finden. Für seine Pionierarbeiten erhielt er am 19. November 2007 den Max-Planck-Forschungspreis.

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Forschung über die Mensch-Maschine-Schnittstelle

AIL Zürich: Hirnwellen steuern neue Prothesen


Susanne Päch besuchte das Artificial Intelligence Lab in Zürich. Sehen Sie hier ihre Reportage über eine der weltweit führenden Forschungsstätten im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dieser Beitrag stellt die dort entwickelte intelligente Hand-Prothese in den Mittelpunkt.

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Neurologie entdeckt Angstgedächtnis

Prof. Dr. Hans-Christian Pape entschlüsselt Prozesse in den Nervenzellen des Gehirns


Angesichts einer Bedrohung reagieren wir mit Angst. Unser Furchtverhalten ist entwicklungsgeschichtlich sehr alt und oft genug überlebenswichtig. Doch bei einer großen Zahl von Menschen treten Angstreaktionen wiederholt unangemessen stark oder aus unpassendem Anlass heraus auf. Sie leiden unter Angst oder Zwangserkrankungen. Hans-Christian Pape vom Institut für Physiologie der Universität Münster arbeitet daran, die neurologischen Prozesse der Angst bis auf die molekulare Ebene herunter zu verstehen. Stehen wir Angst aus, so feuern Hunderte von Nervenzellen in einem synchronen Muster. Wiederholt sich diese rhythmische Aktivität zu oft oder ist die Angst zu groß, so kann sich das Muster ins Gehirn einbrennen. Ein Furchtgedächtnis entsteht, und schon beim geringsten Anlass reagiert das Gehirn panisch. Aufbauend auf den Erkenntnissen von Hans-Christian Pape können nun gezielt Therapien gegen Angsterkrankungen entwickelt werden. Für seine wegweisenden Arbeiten erhielt er am 19. November 2007 den Max-Planck-Forschungspreis.

© Max-Planck-Gesellschaft 2007

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AMaRob – Medizinische Robotik

Bremer Forscher erproben intelligenten Greifarm


Inventions-TV stellt das Projekt „Autonomous Manipulator Control“ vor, das an der Uni Bremen entwickelt wird: ein autonom arbeitender Roboter-Greifarm, der selbständig Handlungen durchführen kann. Bei Bedarf lässt er sich aber auch durch das Hirn direkt steuern. Ziel ist es, eine Apparatur zu entwickeln, die beispielsweise Querschnittsgelähmten hilfreich zur Seite stehen soll.

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Selbstlernende Roboter am BCCN


Von kognitiven Maschinen und künstlichen Intelligenzen


Selbstlernende Roboter sind der jüngste Trend in der Robotik. Dabei handelt es sich um Maschinen, die über Sensoren ihre Umwelt wahrnehmen und damit selbst Entscheidungen für ihr Verhalten treffen können. In einer engen Kooperation zwischen Hirnforschern und Robotik-Spezialisten im Bernstein Center for Computational Neuroscience versuchen Wissenschaftler beispielsweise, menschliche Intelligenz zu verstehen und die neurologischen Vorgänge im Gehirn nachzubilden. 

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Experten-Interview: Prof. Dr. Rolf Pfeifer

Philosophisches zur Künstlichen Intelligenz


Inventions-TV spricht mit Prof. Dr. Rolf Pfeifer, Chef des renommierten Artificial Intelligence Lab in Zürich, zur Schnittstelle von Philosophie und Künstlicher Intelligenz.  Er gilt als Pionier der “Neuen Künstlichen Intelligenz”, die sich zum Ziel gesetzt hat, Roboter nach dem evolutionären Prinzip der Biologie zu entwickeln.

© mce mediacomeurope GmbH 2008

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