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eMobility: Autobranche vor dem Umbruch?
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Interview mit Prof. Dr. Jochen Kreusel, Präsidiums-Mitglied VDE
Nach einer im Oktober 2010 veröffentlichten Studie von McKinsey, die das Beratungs-Unternehmen für das Magazin Wirtschafts-Woche machte, hat sich China beim Thema eMobility rasant auf den dritten Platz vorgeschoben. Bei der Analyse vor drei Monaten lag China noch auf Platz sieben. Damit hat das Reich der Mitte gleichgezogen mit Deutschland. Angeführt wird die Liste von den USA, Frankreich liegt nach diesem Index mit großem Abstand auf Platz zwei. Deutschlands illustre Automobil-Bauer sind also in Sachen Elektromobilität alles andere als industrielle Avantgarde, sondern haben Nachholbedarf. Andererseits wittern Branchenriesen aus der Elektrotechnik eine Chance auf neues Geschäft. Das hat auch der Verband der Elektroindustrie erkannt. Der VDE lädt am 9. bis 11. November 2010 in Leipzig zum großen Branchentreff eMobility – mehr als 1500 Teilnehmer werden erwartet, die sich zu relevanten Themen wie Fahrzeugtechnik, Infrastruktur und Verkehrsmanagement austauschen.
In diesem Experten-Interview von HYPERRAUM.TV spricht Susanne Päch im Vorfeld des Leipziger Elektro-Mobilitäts-Gipfels mit Prof. Dr. Kreusel aus dem Präsidium des VDE über die technologischen Herausforderungen im Bereich eMobility und die sich abzeichnenden Veränderungen in der Kfz-Branche.
© mce mediacomeurope GmbH 2010
eMobility – Elektro-Fahrzeuge als Ultima Ratio
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Bis 2020 eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen?
Das Automobil – seit hundert Jahren auf den Straßen der Welt zu Hause, steht möglicherweise vor einer Revolution. Nicht zuletzt dank der dramatisch gestiegenen Ölpreise kommt das Konzept des Elektroautos wieder in Mode. Leise ist es, zugleich auch umweltschonend, aber auch noch teuer. Aber der Preis ist nicht die einzige Hürde, die auf dem Weg zum Elektroantrieb steht. E-Autos erfordern auch ein komplett neues Tanknetz mit anderen Tankmodalitäten, da der vergleichsweise lange Ladevorgang ein Stop and Go an der Tankstelle wie heute nicht zulässt. Weltweit hat dennoch ein Entwicklungswettkampf um den Zukunftsmarkt Elektroauto begonnen. Auch die deutsche Industrie steigt jetzt – reichlich spät – in den weltweiten E-Trend ein. Die Bundesregierung fordert gar eine Million Elektro-Fahrzeuge bis 2020 auf Deutschlands Straßen. Bei der Entwicklung der Fahrzeuge bildet die optimierte Speicherung des Stroms eine zentrale Komponente. Batterien verteuern sich in der Herstellung allerdings erheblich, wenn die Reichweite von E-Fahrzeugen verbessert werden soll, wie der Verband der Elektroindustrie VDE in einer jüngst veröffentlichten Studie berichtet. Am 8. und 9. November 2010 wird der VDE übrigens in Leipzig einen großen Kongress veranstalten. Rund 1500 Experten werden erwartet, die über „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ diskutieren, und dabei Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft präsentieren wollen.
© mce mediacomeurope GmbH 2010
Meisterwerk der Technik: die “Elektrische Viktoria”
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Nachbau des ersten E-Mobils von Siemens aus dem Jahr 1905
Steigende Ölpreise und das wachsende Umweltbewußtsein haben das elektrisch betriebene Fahrzeug heute als Trendsetter etabliert. Elektroautos könnten das Fortbewegungsmittel der Zukunft werden. Doch wer glaubt, das Elektrofahrzeug sei eine Invention des 21. Jahrhunderts, der irrt gewaltig. Schon vor über hundert Jahren sah man Elektromobile auf den Straßen der deutschen Hauptstadt. In Zeiten, in denen Pferdekutschen für die Beförderung in Städten üblich waren, entwickelte kein geringerer als der große Erfinder Werner von Siemens elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Seine “Elektrische Viktoria” aus dem Jahr 1905, eine Ingenieurleistung der Extraklasse, diente damals als elegantes Hoteltaxi. In einem aufwändigen Restaurierungs-Projekt hat Siemens das historische Meisterwerk des Firmengründers wieder fahrbar gemacht.
© Siemens AG 2010
