Archiv für September 2010

Bionischer Roboterarm

Laser-Sintern produziert Elastizität im Verbund mit hoher Steifigkeit


Inspiriert vom Vorbild der Natur hat ein Team der Firma Festo in Kooperation mit den Forschern des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung, kurz IPA, einen völlig neuen Roboterarm entwickelt. Das bio-mechatronische System mit einem Gewicht von zwei Kilogramm bewegt sich wie der Rüssel eines lebendigen Wesens und soll die Robotik für völlig neue Anwendungen erschließen.

Am Fraunhofer-Labor für generative Fertigungsverfahren in Stuttgart werden Teile dieses Arms in extremem Leichtbau hergestellt – mit hoher Elastizität und gleichzeitiger Steifigkeit des Materials. Möglich macht das ein neues Herstellungsverfahren, das sogenannte Laser-Sintern. Ein feines Polyacryl-Pulver wird durch einen Laserstrahl gezielt an bestimmten Stellen verschmolzen und schichtweise aufgetragen.

Die Einsatzgebiete des Roboterarms sind vielfältig und ermöglichen erstmals den gemeinsamen Einsatz von Mensch und Roboter: als Erntehelfer in der Landwirtschaft, beim Verpacken von empfindlichen Waren oder in der Medizintechnik.

© Fraunhofer-Gesellschaft 2010

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Wie Sonnenlicht die Nacht erhellt

Andasol – das größte solarthermische Kraftwerk Europas


Mit dem im Aufbau befindlichen Andasol 3 soll 2011 das jüngste von drei baugleichen Solarkraftwerken im spanischen Andalusien ans Netz gehen. Hyperraum.TV gibt in diesem Beitrag Einblicke in die Technologie dieses innovativen Kraftwerk-Typs, die in Deutschland maßgeblich entwickelt wurde. Andasol ist die erste und bislang größte Anlage dieser Art in Europa. Mehr als 510.000 Quadratmeter Spiegelfläche ist beispielsweise für jede der drei Anlagen im Einsatz. Das entspricht der Fläche von 70 Fußballfeldern.

Dennoch: Das Besondere an diesem Kraftwerk ist nicht seine gewaltige Größe, sondern die Technologie der Solarthermie. Die zu Parabolrinnen-Kollektoren zusammengebauten Spiegel erhitzen eine in Röhren fließende Wärmeträgerflüssigkeit; sie wird durch die gebündelte Sonnenstrahlung auf bis zu 400 Grad Celsius erhitzt. Dieses Thermo-Öl wird einem Wärmetauscher zugeleitet. Dort erzeugt die Wärme Dampf mit hohem Druck. Der Dampf treibt in einem herkömmlichen Kraftwerk eine Turbine an, ihr Generator erzeugt dann Strom. Mit einer elektrischen Leistung von rund 50 Megawatt und jährlich über 3.500 Betriebsstunden werden hier pro Jahr mehr als 160 Gigawattstunden ins Netz eingespeist. Solarthermische Kraftwerke können durch die Zwischenspeicherung der Wärme aus dem Licht – anders als bei der Photovoltaik – auch nach Sonnenuntergang noch Strom produzieren. Dafür muss man die durch Sonnenstrahlung tagsüber entstehende Wärme allerdings in riesigen Tanks speichern. Eine Technologie, die in dieser großtechnischen Anwendung erstmals zum Einsatz kommt.

Ist die Solarthermie wegweisend für erneuerbare Energien? Kraftwerkbetreiber investieren bereits erheblich in diese Energiegewinnung.

Einen weiteren Artikel zu Versuchs-Anlagen der Solarthermie mit Sonnentürmen finden sie hier.

© mce mediacomeurope GmbH 2010

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